Homelab / Architektur
Storage & Backup
Ceph für Gast-Disks, getrennte File-Tiers, Backup statt flächendeckendem RAID — und ein Offsite-Ziel für Standort-Resilienz.
Compute-Disks und File-Daten sind verschiedene Probleme. Resilienz kommt aus Backup und messbarer Recovery — nicht daraus, jede Platte zu spiegeln.
Vier Rollen
Hover oder Fokus auf einen Knoten für Details.
VM- und Container-Disks auf dem Cluster — getrennt von File-Shares.
Dokumente, Bilder und strukturierte Media — der alltägliche Hot-Pfad.
Grosse, austauschbare Volumes — Media, ISO, Archiv, Time Machine.
Proxmox Backup Server sichert Gast-Disks — nicht die File-Datasets im NAS.
Selektives zweites Backup-Ziel an einem anderen Standort — kein Full-Mirror.
Regelmässige File-Kopien wichtiger Shares auf ein 1-Bay-NAS am LAN.
| Rolle | Wofür | Bewusst nicht |
|---|---|---|
| Ceph auf den Hypervisor-SSDs | Disks der VMs und Container | File-Shares und Archive |
| ZFS-Hot (TrueNAS) | Dokumente, Bilder, strukturierte Media-Shares | USB-Bulk und Offsite-Ersatz |
| USB-Warm/Cold (OMV) | grosse, austauschbare Volumes — Media, ISO, Archiv, Time Machine | einziges Zuhause für persönliche Hot-Daten |
| Zweites Medium (Synology, 1-Bay) | File-Kopien wichtiger Shares und Cold am LAN | Primär-NAS, Backup-Server für Gäste, Offsite |
Die physischen Platten und Rohkapazitäten: Storage & Festplatten. Gerät: Synology DS118.
Warum virtuell?
TrueNAS und OMV laufen bewusst als Gäste auf dem Hypervisor — nicht als eigene Bare-Metal-NAS-Boxen.
- Eine Plattform: Storage-Rollen leben im selben Compute-Fleet wie der Rest (Infrastructure as Code, Backup der Appliance-Gäste) — statt zweiter physischer Appliance-Silos.
- Rollen-Split: Hot-ZFS bleibt überschaubar und performant; grosse USB-Volumes bleiben austauschbar und hängen nur am Warm/Cold-Gast (Passthrough), nicht am Hot-Pool.
- Physisch nur wo nötig: USB-Bulk braucht Passthrough am Hypervisor; der Hot-Pfad braucht das nicht.
Synology bleibt die Ausnahme: ein physisches Zweitmedium am LAN für File-Kopien — bewusst einfach, nicht Primär-NAS.
Backup: Gäste, Files, Offsite
Drei getrennte Pfade — vermischen wäre der Fehler:
- Gäste (VM/LXC) → Proxmox Backup Server als Primärziel. Der Backup sichert die Gast-Disk, nicht die File-Datasets im NAS.
- File-Shares → Snapshots auf dem Hot-Pool plus regelmässige Kopie auf ein zweites Medium im LAN (Synology). So bleibt eine Kopie, wenn das Primär-NAS weg ist.
- Offsite → zweites Backup-Ziel an einem anderen Standort, selektiv nach Wichtigkeit und Kapazität — kein Full-Mirror von allem.
Kurz: 3-2-1 als Zielbild — produktiv, lokales Backup-Medium, Kopie ausserhalb der Site. Details zu Diensten: Services (PBS, PBS Offsite, TrueNAS, OMV, Synology).
Warum kein flächendeckendes RAID
RAID schützt vor Plattenausfall im laufenden Array. Es schützt nicht vor Löschen, Ransomware oder Standortverlust — und es verdoppelt Kapazitätskosten.
Im Homelab gilt deshalb:
- Backup und Time-to-Recovery vor „überall gespiegelt“.
- Hot-Pfade (ZFS, Ceph-Replica) tragen sinnvolle Redundanz; Cold-/Archive- und 1-Bay-Volumen dürfen einfach sein, solange eine zweite Kopie existiert.
- Restore-Ziele sind pragmatisch (Stunden bis Tage), nicht Enterprise-SLA — gemessen durch Restore-Tests, nicht durch Marketing-RAID-Level.
Geld steckt in Kapazität + zweitem Medium + Offsite, nicht in doppeltem Primärspeicher für jede USB-Platte.
Performance — qualitativ
An einem schnellen Client-Link gilt grob:
- ZFS-Hot — schnell genug für den Alltag (Dokumente, Bilder).
- USB-HDD Warm — typische HDD-Sequenz; SMB kann nach frischem Schreiben aus dem Server-RAM lesen und damit Disk-Tempo vortäuschen.
- Backup-/Cold-NAS — bewusst HDD und langsamer; Archiv und zweite Kopie, kein Hot-Pfad.
Konkrete MB/s und Hostnamen gehören nicht ins Portfolio — nur das Muster.
Was hier bewusst fehlt
Keine internen Hostnamen, keine IPs, keine VLAN-/VMID-Pläne, keine Backup-Zielpfade und keine „so mountest du das“-Anleitung. Das Portfolio zeigt das Design — Betrieb bleibt intern.
Mehr Schichtenkontext: Architektur. Konnektivität der Site: Konnektivität.